Armenien - Radreise Sommer 2005

Mit meinem auf einem Mountainbike-Rahmen aufgebauten Reiserad, wie immer bepackt mit Zelt, Kocher und allem was man braucht, um unabhängig reisen zu können, habe ich dieses Jahr eine Rundreise durch dieses schöne, einsame Land unternommen.

                 
                                   Karte mit eingezeichneter Reiseroute.
                                   Zur Ansicht bitte anklicken.

 


Stausee bei Giumri          über den Karachac-Pass            Alles klar!             über den Sevanpass


auf dem Sevanpass                       Räucherfisch am Sevansee                      Sevansee mit Gegamgebirge


Bad im Sevansee             Abends am Sevansee     Zeltlager am Vorotanpass    Kloster Tatev


bei Gago in Tatev            Felsen bei Goris              Strecke Tatev-Kapan       Höhlenwohnungen in Tegh


im Süden                         Zeltplatz bei Saravan      im Arpa-Tal                      Muttergotteskirche bei Areni


Armeniens Schätze          bei Kaghrashen/Berg Ararat                    Strecke Kaghrashen-Garni


                                      Strecke Kaghrashen-Garni                                       höllenschwere Abfahrten

 
Rande der Azatschlucht   Hinweis beachtet!          Basaltfelsen Azatschlucht    Sonnentempel Garni


Kloster Geghard              Kloster Geghard              Ararat-Kognak-Fabrik     Persische Moschee in Jerevan


Jerevan (Eriwan)

 

Auf der letzten Seite meines Tagebuchs habe ich als Fazit folgendes notiert:

Abenteuerliche Reise durch einsame Traum-Landschaften. Zelten fast nirgends ein Problem.

Ortschaften und selbst die grossen Städte (ausser Jerevan) sind total heruntergekommen, die Leute völlig verarmt. Die Strassen und Pisten sind überwiegend in katastrophalem Zustand.

Die Versorgung mit Lebensmittel auf einfachem Niveau ist bei vorausschauender Planung kein Problem. Im südlichen Landesteil häufig lange Etappen ohne Trinkwasser.

Fast überall sehr wenig Verkehr, selbst auf der Hauptverbindung Jerevan – Iran nur mässiger Betrieb.

Das Wetter im Sommer heiss uns sonnig. Schatten gibt's nur im Nordosten und äussersten Süden.

Radfahrer (inländische) habe ich nur an einem einzigen Ort angetroffen, Reiseradler- ausser 3 Deutschen - keine.

Die Topographie verlangt top Kondition und Hitzeverträglichkeit, es gibt - ausser entlang des Sevansees- keine Flachetappen. Drei oder vier 2.000-er-Pässe an einem Tag, über z.B. 70 Km, sind die Regel.

Beständig weht ein starker Wind, oft in Sturmstärke, über das kahle, ungeschützte Land. Meist heisst das kämpfen gegen den Wind.

Restaurants oder Cafès gibt es unterwegs keine, auch nicht in grösseren Städten. Kochausrüstung zur Selbstversorgung ist unerlässlich.

Für Einsamkeit und Natur liebende Reiseradler, die Kondition und Erfahrung mitbringen, gibt es in diesem Land viel zu entdecken.


Einige Fakten zum Land:

Einwohner: ca. 3 Millionen (Diaspora 7 Mill.), davon Eriwan 1,2 Millionen.

Fläche: 30.000 qkm (ca. wie Baden-Württemberg)

Pro-Kopf-Einkommen: durchschnittlich 63 Euro monatlich.

Durchschnittliche Höhe: 2.000 m
Höchster Berg: Aragats (4.095 m)

50% des Landes ist Gebirge.

Der Sevansee ist einer der höchstliegenden Seen der Welt (2.000 m.ü.d.M. / Fläche 1.400 qkm)

                                                                                                                                  August 2006

P.S.: Mit den Strecken Tatev – Kapan und Kaghrashen – Garni habe ich zwei extrem anspruchsvolle, aber äusserst lohnende Etappen befahren. Gerne gebe ich potentiellen Wiederholern weitere Auskünfte (siehe mail-Adresse vorn).